Samstag, 11. Mai 2019
ANGST VOR DIR/VOR MIR
Warum habe ich immer vor den schönsten Dingen am meisten Angst? Ich weiß es ja, es liegt daran, dass die schönsten Dinge auch gleichzeitig die wichtigsten sind. Und was wichtig ist, darf nicht wegbrechen, muss bei mir bleiben, damit ich es schön hab im Leben. Aber dass ich deswegen Angst vor ihnen haben muss, ist ..., tja, was ist es? Tragisch? Paradox? Dumm? Aber eines weiß ich: oft unveränderbar. Vielleicht habe ich auch Angst vor mir, weil ich Angst habe und ich das eigentlich gar nicht so recht verstehe und ich durch meine unbegründbare Angst mir selbst ein Rätsel bin. Ich tigere herum in Fluren, ganz unruhig, obwohl ich doch vor Freude springen sollte. Doch habe ich Angst davor, nicht vor Freunde zu hüpfen und tja, diese Angst macht dann, dass ich es wirklich nicht tue. Glanzleistung meines Selbst.
Donnerstag, 18. Oktober 2018
DIE WAHRE HERAUSFORDERUNG
In meinen Träumen, in meinem Kopf, in meinen Texten und Gedanken, da bin ich längst eine Hebamme, eine sanfte, gute, starke Hebamme. In Gedanken, da weiß ich alles und weiß wie alles gemacht werden sollte, da habe ich ein Ideal. Doch in der Realität, da bin ich noch gar nicht diese Hebamme, da bin ich noch so erschreckend weit entfernt davon diese zu sein, auch wenn meine Seele immer denkt, dass es doch gar nicht so schwer sein kann. Meine Hände müssen erst noch verstehen, meine Augen beobachten, mein Wesen lernen, diese Ideale umzusetzen. Das ist der wahre Schritt, die wahre Herausforderung des Lebens. Das ist nicht eine Leidenschaft oder ein Ideal zu finden, sondern es auszuführen oder besser gesagt, zu lernen es auszuführen, die nötigen Schritte zu gehen bis man es kann, dem Ideal entgegenzuwachsen mit aller Macht. Das ist die wahre Herausforderung.
Samstag, 13. Oktober 2018
VON JAHR ZU JAHR
Ich fühle so viel,ich fühle, ich könnte so viel sein,
könnte mein sein, könnte dein sein,
und doch bin ich meistens schweigsam.
denn ich habe keine worte,
das wesentliche widersetzt sich dem erzählen,
nach wie vor,
die wahrsten worte bleiben verschwiegen,
weil es sie nicht gibt,
von jahr zu jahr.
je älter ich werde,
desto verwirrter ist mein weg,
desto verwirrter meine gedichte,
weil ich dachte, ich würde bald alles verstehen,
doch das tue ich nicht,
es ist wie es ist,
doch ich dachte, es würde anders sein,
von jahr zu jahr.
Donnerstag, 26. Oktober 2017
Donnerstag, 8. Juni 2017
GEPRESSTE BLUMEN
Gepresste Blumen erinnern
an den schönen Sommer
so wie Reliquien aus dem Leben es tun werden,
verstaubt, vergessen
in kleinsten Regalfächern,
hervorgekramt und liebevoll beschaut,
einen Moment zärtlich erinnernd
dessen, was an die tote Blume
gebunden und konserviert,
für immer gefangen,
Farbe verlierend, leise
sterbend.
an den schönen Sommer
so wie Reliquien aus dem Leben es tun werden,
verstaubt, vergessen
in kleinsten Regalfächern,
hervorgekramt und liebevoll beschaut,
einen Moment zärtlich erinnernd
dessen, was an die tote Blume
gebunden und konserviert,
für immer gefangen,
Farbe verlierend, leise
sterbend.
Sonntag, 4. Juni 2017
REGEN
Draußen prasselt der kühle Regen,
und die Bäume senken schwermütig ihre Kronen,
ich schwimme in einer grauen, trüben Zone
und möchte dich in meinem Leben.
Ich möchte mit dir schweben,
durch den Sommer,
durch das Leben,
doch der einzige, der mich hört,
und sich über mich empört,
ist mein Freund, der Donner.
Dienstag, 2. Mai 2017
GRENZEN
"Aber es gibt auch jeden Moment die Möglichkeit zu sterben, deshalb ist es auch irgendwie dumm sich Grenzen zu setzen, denn vielleicht stirbt man sogar an den Grenzen, die man sich selbst gesetzt hat aus Vernunft oder was auch immer. Oder das Leben hat selbst keinen Wert und ist deswegen schon der Tod. Denn was für eine schreckliche Vorstellung ist es doch, langsam an seinen eigenen Grenzen innerlich abzusterben, sich selbst abzutöten an seinen Schutzmauern, die man sich errichtete. Können sie einen vom Kämpfen abhalten oder ist das vielleicht auch gut so, dass sie das tun? Denn unsere Brust aufzureißen, das helle Tageslicht in uns hineinstrahlen zu lassen, sichtbar für alle das, was in uns liegt, kann doch so schmerzen, wenn es auf Unverständnis stößt oder erfolglos bleibt."
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