home       about        follow       tumblr

Mittwoch, 6. April 2016

ORIENTIERUNGSLOS (bis jetzt)


Irgendwann muss ich wie eine Schlange mich häuten, muss aus meinem alten Leben herausschlüpfen hinein in mein Neues. Es ist Zeit für eigene Dinge, nur was werden diese eigenen, neuen Dinge sein? Die letzten 12 Jahre meines Lebens hatte ich eine Aufgabe, etwas, was mein Leben strukturierte und ihm sozusagen einen unfreiwilligen Sinn gab, den ich mir nicht selber ausgesucht hatte. Nun hat man mir diesen Sinn entrissen, hat mich in die große Welt hinausgeschubst und nun stehe ich da, relativ hilflos (wie man sieht) und mit so so viel Zeit. (das sieht man auch) Ich schaue die Welt an und habe oft das Gefühl, dass ich sie doch nicht kenne, dass ich das "wahre Leben" noch nicht kennengelernt habe. Manchmal finde ich mich selber lächerlich, weil ich Angst habe ohne meinen Käfig zu leben und vor dem Leben, das sich vor den geöffneten Türen ausbreitet vor meinen Augen in seiner ganzen unvorhersehbaren, angsteinflößenden Schönheit. So habe ich mich noch nie gefühlt. Das macht mich nervös und noch ängstlicher. Und mir ist langweilig.


 Ausgeburten meiner Langeweile... Ich wie ich unterschiedliche Stylingmöglichkeiten mit einer Zuckerperlenhalskette teste und auswerte. (Ich bin heute echt produktiv drauf.)






Kommentare:

  1. Ja.. ziemlich ähnlich bzw. fast identisch war heute das Thema eines sehr langen Gesprächs auf den Schaukeln eines Spielplatzes in der Nähe der Schule nach dem letzten Tag in der Bildungsanstalt. Ich hoffe, du weißt noch/schon ansatzweise wer du bist oder sein willst und füllst die freie Zeit für dich sinnvoll erscheinend! Hilfe, haha. Hilfe. Viel Erfolg bei den Prüfungen!

    AntwortenLöschen
  2. Irgendwie kommt es einem so groß vor, dass dieser Käfig jetzt weg ist. Aber ansich ändert sich doch gar nicht so viel, oder? Das Leben war schon vorher da, nur anders. Wir waren vorher schon da und wir bleiben immer noch wir selbst.
    Und wenn wir uns durch diese Gedanken ändern, sind wir dennoch immer noch wir.
    Irgendwie beruhigend.

    AntwortenLöschen
  3. herrlicher letzter satz, ich musste lachen;)
    und ja, das abitur. es ist unglaublich, wie viele von den blogger-mädchen gerade abitur machen und es ist so wundervoll zu wissen, das es allen ähnlich geht und bei jeden dieser texte über das schulende finde man sich immer selbst wieder.
    und die zuckerkette ist schon ein unwahrscheinlich stylisches accessoire:D

    AntwortenLöschen

Follower

©Karla Laitko. Powered by Blogger.